Unzufriedenheit im Job

Fast jeder kennt diese Tage, an denen man lieber zu Hause bleiben würde, als zur Arbeit zu gehen. Wenn dieser Gedanke über Monate hinweg immer häufiger wird, unsere inneren Widerstände immer größer werden, dann ist es oft an der Zeit, aktiv zu werden. Dies muss zwar keinen Jobwechsel bedeuten, kann es aber.

Ursachen für Unzufriedenheit im Job

Zu den häufigsten Ursachen für Unzufriedenheit im Job zählen:

  • mangelnde Kommunikation und schlecht organisierte Aufgabenverteilung im Team,
  • Konflikte am Arbeitsplatz,
  • ein Beruf oder Arbeitgeber, mit dem wir uns nicht identifizieren können,
  • zu geringe Anerkennung und Wertschätzung (finanziell und auf Beziehungsebene)
  • und eine Arbeit, die nicht in unser Leben passt (z. B. nicht mit Familie vereinbar ist).
Laptop am Meer – Sinnbild für Zufriedenheit im Job

Akzeptieren, verändern, verlassen – was wir tun können, wenn wir nicht zufrieden im Beruf sind

In manchen Fällen können wir uns bewusst dafür entscheiden, bestimmte Bereiche unseres Berufslebens, die uns bisher unzufrieden gemacht haben, von ganzem Herzen zu akzeptieren. Wir müssen sie deswegen nicht gut finden; vielmehr geht es darum, sie nicht mehr verändern zu wollen und einen gedanklichen Schlussstrich zu ziehen. Dies kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn eine Veränderung nicht möglich ist.

In gemeinsamen Therapiesitzungen können wir herausfinden, ob sich mit dem ein oder anderen Punkt, der Sie unzufrieden macht, vielleicht doch leben lässt, z. B. durch ein neues Verständnis für die Situation, einen Ausgleich in einem anderen Bereich etc. Oder müssen Sie sich gänzlich verbiegen, um die Situation ertragen zu können? In solchen Fällen sollten Sie unveränderliche Situationen unbedingt verlassen.

Eine Veränderung der Situation sollte bei uns ansetzen. Gibt es Aufgaben im Unternehmen, die erfüllender für uns wären? Wie reagieren wir, wenn unsere Kollegen uns Stress bereiten oder uns für ihre Zwecke einspannen? Wie können wir Grenzen setzen? An all diesen Themen lässt sich im Rahmen einer Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz arbeiten. Auch gilt es, im Einzelsetting bestimmte, wiederkehrende Gedanken einem Realitäts-Check zu unterziehen. Denn wie wir einzelne Situationen wahrnehmen, ist für jeden von uns anders und u. a. durch unsere bisherigen Lebenserfahrungen bestimmt. Vielleicht lässt sich die Situation auch ganz anders betrachten?

Und doch ist manchmal eine Veränderung im Außen notwendig, damit wir mit unserem Job zufrieden sein können. Dann gilt es, die eigenen Bedürfnisse offen zu kommunizieren. Dies erfordert oftmals Mut und Feingefühl. Und es braucht einen Plan: Was machen wir, wenn unsere essenziellen Bedürfnisse nicht erfüllt werden können? Gibt es die Möglichkeit, die Abteilung zu wechseln, oder müssen wir das Unternehmen verlassen?

Ich begleite Sie in diesem Zusammenhang, damit Sie einen solchen Plan entwickeln, Unsicherheiten aushalten und Entscheidungen treffen können.

Steht der Entschluss, ein Unternehmen zu verlassen, kommen in vielen Fällen Fragen auf, wie z. B.:

  • Welche Arbeit erfüllt für mich persönlich einen tieferen Sinn?
  • Wo sind meine Stärken und wie kann ich diese in den Beruf einbringen?
  • In welchen Bereichen meines Lebens liegen die Prioritäten und wie kann sich der Job daran ausrichten?
  • Was ist es, was ich wirklich liebe / gerne tue?
  • Muss ich weiterführen, was ich angefangen habe, oder darf ich die Situation mit gutem Gefühl verlassen?

Gedankenreisen und die Arbeit mit dem systemischen Brett können hier unterstützend sein. Was würde unser Umfeld uns raten, z. B. der beste Freund?

Übrigens: Stress hindert uns oftmals daran, gute Entscheidungen bzw. überhaupt Entscheidungen zu treffen. So können auch Entspannungsübungen Teil der Therapie sein.