Unzufriedenheit mit sich selbst

Der dänische Philosoph Sören Kierkegaard schrieb zu seinen Lebzeiten:

„Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.“

Aus therapeutischer Sicht vergleichen wir wohl am häufigsten unseren ganz persönlichen Ist-Zustand mit dem, wie wir aus unserer Sicht sein müssten. So lässt sich vereinfacht sagen: Unzufriedenheit mit uns selbst entsteht, weil wir uns nicht so akzeptieren, wie wir sind.

Selbstakzeptanz als Weg in die Zufriedenheit

In vielen Menschen löst der Begriff „Selbstakzeptanz“ Widerstände aus. Denn wir sind – z. B. durch Erziehung, Schule und Gesellschaft – darauf konditioniert, an uns zu arbeiten, immer „besser“ zu werden.

Doch wir dürfen unsere inneren Widerstände ablegen, denn natürlich bedeutet Selbstakzeptanz nicht,

  • dass wir nichts an uns verändern dürfen,
  • alles an uns perfekt finden müssen
  • oder keinerlei Erwartungen an uns haben dürfen.

Es bedeutet nur, uns voll und ganz im Ist-Zustand anzunehmen und uns auch mit Eigenschaften, die wir verändern möchten, zu lieben.

Von der Akzeptanz zur gewünschten Veränderung

Gemeinsam finden wir in Gesprächen heraus, was aus Ihrer Sicht passieren müsste, damit Sie rundum zufrieden mit sich selbst sind. Im Anschluss überprüfen wir, ob diese Veränderungen Sie wirklich in der Tiefe zufrieden machen würden.

Nicht selten stecken hinter unseren Ansprüchen, die wir an uns selbst stellen, die Erwartungen unseres Umfelds – von den Kindertagen bis ins Hier und Jetzt – sowie die Angst, andere zu enttäuschen.

Ein Beispiel: Wenn Ihre Mutter immer über den verwachsenen Garten der Nachbarn gemeckert hat, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie selbst heute den Anspruch an einen gemähten Rasen haben, eher hoch. Auch wenn Sie selbstverständlich nicht alle Ansichten übernommen haben und heute ein ganz anderes Leben als Ihre Eltern leben, so ist doch sicher die eine oder andere Lebensvorstellung auch in Ihnen hängengeblieben. Manches passt zu Ihnen und Ihrer „Natur“, anderes nicht.

Das Ergebnis ist, dass wir in manchen Bereichen ein Leben führen, das nicht zu unseren ganz persönlichen Ansprüchen passt und ggf. andere zufrieden machen würde, aber nicht uns.

Im geschützten Raum dürfen Sie in meiner Praxis entdecken,

  • wer Sie sind und welche wunderbaren Stärken Sie haben,
  • dass Sie liebenswert sind, wie Sie sind, und nicht jedem gefallen müssen,
  • dass Sie auf Grundlage Ihres ganz persönlichen Wertesystems Ziele entwickeln und dann mit Leichtigkeit erreichen können.

Ich begleite Sie außerdem dabei, die innere Wut und/oder Verletzung im Zusammenhang mit äußeren Erwartungen sowie den ggf. enttäuschten Reaktionen Ihres Umfeldes zu verarbeiten.

Akzeptanz dessen, was wir getan oder auch nicht getan haben

Wenn wir im Heute nicht mit uns zufrieden sind, geht es in vielen Fällen auch um die Akzeptanz dessen, was wir in der Vergangenheit getan oder auch nicht getan haben. Akzeptanz stellt hier einen ersten wichtigen Schritt in Richtung Selbstvergebung dar.

Wichtig: Der Fokus meiner Arbeit liegt im Hier und Jetzt. Die Vergangenheit ziehen wir nur dann heran, wenn sie für Ihren Prozess wirklich entscheidend ist. Mehr Informationen finden Sie unter kognitive Therapie.

Lassen Sie uns gemeinsam Erwartungen ablegen, die nicht zu Ihnen passen, und Schritte aus der Wut und Selbstenttäuschung in die Akzeptanz und Selbstliebe finden.