Unzufriedenheit, weil man nur noch funktioniert

Zu funktionieren ist nicht generell schlecht, in so manchen Situationen sogar absolut notwendig. Zum Beispiel, wenn jemand verstirbt und wir die Beerdigung organisieren müssen, oder auch wenn ein Neugeborenes uns den Schlaf raubt und dennoch versorgt werden muss.

Über einen langen Zeitraum hinweg zu funktionieren, macht uns jedoch nicht nur unzufrieden, sondern in vielen Fällen auch krank. Die Folge können z. B. Schlafstörungen, Stresssymptome und Burn-out sein.

Haben auch Sie das Gefühl, viel zu selten einfach zu sein? Weniger Ihren Bedürfnissen nachzugehen und viel zu oft zu funktionieren? Vielleicht wird Ihnen auch mehr und mehr bewusst, dass Sie die Verbindung bzw. das Gespür für sich, Ihre Emotionen und Wünsche verlieren.

Im Rahmen einer Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz erarbeiten wir im ersten Schritt die tieferen Ursachen dafür, dass Sie sich schon länger im „Funktionsmodus“ befinden.

Hier nur ein paar Beispiele:

Glaubenssätze

Wir leben in einer Gesellschaft in der Glaubensätze wie

  • „Ohne Fleiß kein Preis.“
  • „Das Leben ist kein Ponyhof.“
  • „Wer rastet, der rostet.“
  • „Auch im Alphabet kommt Anstrengung vor Erfolg.“
  • „Anerkennung musst du dir hart erarbeiten.“

einen festen Platz in der Erziehung und Kommunikation unter Erwachsenen haben. Haben wir diese fest verinnerlicht, ist für unser Unterbewusstsein ganz klar: Es darf nicht leicht sein.

Die Spirale der nicht enden wollenden Aufgaben

Natürlich können wir unseren Alltag mehr oder weniger umfangreich mit Aufgaben füllen. Doch egal, wie viel oder wenig wir planen: Unerledigte Aufgaben gibt es fast immer.

Entscheidend ist hier, ob wir unser Augenmerk auf die unerledigten Aufgaben legen, oder ob wir sehen können, was wir schon geschafft haben. Ebenso ob wir unerledigte Aufgaben aushalten können.

Aufopferung

Nicht selten kommen wir nicht aus dem Funktionsmodus heraus, weil wir uns für andere aufopfern. Warum wir uns aufopfern, kann ganz unterschiedliche Gründe haben, u. a.:

  • die Hoffnung auf Dankbarkeit, Liebe oder Ausgleich
  • die Angst, andere zu enttäuschen
  • erlernte Gedankenmuster („Es ist edler zu geben, als zu nehmen!“)

und noch viele andere.

Ich möchte niemandem ausreden, für andere eine Unterstützung zu sein. Und ja: Für andere da zu sein, kann sehr erfüllend sein. Und doch sollte ausreichend Raum für Selbstfürsorge bleiben.

Die Sicherheit des Autopiloten

Im „Funktionsmodus“ zu verweilen, gibt uns Sicherheit. Wir müssen nicht aus unserer Komfortzone, müssen uns nicht mit uns selbst auseinandersetzen. Manchmal bleiben wir auch im Autopiloten hängen, weil wir gar nicht so genau wissen, was wir stattdessen tun könnten. Wir haben Angst, auf unsere Bedürfnisse zu schauen.

Entspannungsmechanismen verlernt

Sind Sie schon länger im Funktionsmodus, fällt es Ihnen ggf. auch in Ruhephasen nicht mehr leicht, in Verbindung mit sich zu sein und zu entspannen.

Egal, was Sie im Funktionsmodus hält. Es ist okay, dass es da ist und hat seine Berechtigung. Gerne begleite ich Sie in meiner Praxis in Bad Nauheim (Steinfurth) raus aus dem Autopiloten und rein ins manchmal wilde Leben!